Gitarren-FAQ für Anfänger

Ein verständlicher Leitfaden für alle, die Gitarre lernen: Akkorde, Tonleitern, Intervalle, Rhythmus, Stimmen, das Lesen des Griffbretts, und wie jedes Werkzeug in Fretwork funktioniert.

Einstieg

Was ist Fretwork?

Fretwork ist ein kostenloses, interaktives Gitarren-Griffbrett zum Lernen des Halses. Du kannst Tonleitern, Akkorde mit Fingersätzen, Arpeggien, Intervalle und Akkordfolgen nachschlagen, sie dir anhören und mit Metronom, Gehörbildung, Akkordwechsel-Training, Schlagmuster-Training, Griffbrett-Quiz und Stimmgerät üben. Alles läuft im Browser auf jedem Gerät, ohne Installation.

Ist Fretwork kostenlos?

Ja. Fretwork ist kostenlos und werbefrei, und bleibt es auch. Für keinen Teil der App braucht es ein Konto oder eine Zahlung.

Eignet sich Fretwork für komplette Anfänger?

Ja. Der einfache Modus beschränkt die App auf das Wesentliche, damit sie nicht erschlägt, jeder Griff lässt sich hören und sehen, und eine kurze Tour erklärt den Aufbau. Beim Üben sammelst du Punkte und Abzeichen, was dabei hilft, eine tägliche Gewohnheit aufzubauen.

Ich habe noch nie Gitarre gespielt. Wo fange ich an?

Fang mit ein paar offenen Akkorden an, etwa E-Moll, A-Moll und D, lern, im Takt zwischen ihnen zu wechseln, und nimm ein einfaches Schlagmuster dazu. Schalt zuerst den einfachen Modus ein und mach die kurze geführte Tour, dann steht nicht alles auf einmal vor dir. Fretwork zeigt jeden Griff und spielt ihn ab, du kannst dich also nebenbei mit dem Ohr kontrollieren.

Brauche ich ein Konto, um Fretwork zu nutzen?

Nein. Alles funktioniert ohne Konto, und was du speicherst, liegt im Browser auf deinem Gerät. Ein freiwilliges, kostenloses Konto, für das nur ein Benutzername und keine E-Mail-Adresse nötig ist, synchronisiert deine gespeicherten Griffe und deinen Fortschritt über alle Geräte.

Welche Instrumente und Stimmungen unterstützt Fretwork?

Sechs-, sieben- und achtsaitige Gitarre, Bass, Ukulele und Mandoline, in Standard-, Drop-, offenen und anderen alternativen Stimmungen, mit Kapodaster. Instrument und Stimmung stellst du in den Einstellungen um, und jede Ansicht passt sich sofort an.

Die ersten Schritte und häufige Sorgen

Was sollte ich an der Gitarre zuerst lernen?

Lern zuerst zu stimmen und ein Akkorddiagramm zu lesen, dann deine ersten zwei oder drei offenen Akkorde, dann den Wechsel zwischen ihnen im Takt mit einem einzigen Schlagmuster, und dann einen einfachen Song. Halt die Liste am Anfang kurz: Mit einer Handvoll Akkorden lassen sich schon unzählige Songs spielen. Tonleitern kommen später dazu, wenn die Akkorde sitzen.

Welche Akkorde sind für den Anfang am leichtesten?

E-Moll ist der leichteste, er braucht nur zwei Finger und keine unangenehme Spreizung, dicht gefolgt von A-Moll und D. C und G sind die kniffligsten der gängigen offenen Akkorde, heb sie dir also für den Schluss auf. Lern ein paar davon, bring die Wechsel sauber hin, und du kannst schon jede Menge Songs spielen. Die Ansicht Akkorde zeigt den Fingersatz und spielt jeden Akkord ab.

Welche Gitarre soll ich kaufen, und muss sie teuer sein?

Fast jede spielbare Gitarre taugt für den Anfang, und eine günstige oder geliehene ist wirklich in Ordnung: Du musst nicht viel ausgeben. Eine Akustische nimmst du einfach in die Hand und legst los, eine E-Gitarre hat leichtere Saiten, die sich einfacher drücken lassen. Nimm also die, die zu der Musik passt, die du machen willst. Fretwork funktioniert mit allen, es passt also zu jeder Gitarre, für die du dich entscheidest.

Wie halte ich die Gitarre?

Setz dich hin, leg die Taille der Gitarre auf dein Bein und lass den Hals leicht nach oben zeigen, mit halbwegs geradem Rücken. Krümm die Greiffinger, sodass sie mit den Spitzen auf die Saiten kommen, und leg den Daumen hinten an den Hals, statt über die Kante zu greifen. Bleib locker, denn Verspannung ist am Anfang das größte Hindernis.

Brauche ich ein Plektrum, und wie halte ich es?

Ein Plektrum ist nicht zwingend nötig, aber die meisten Anfänger schlagen damit an, weil es heller und gleichmäßiger klingt. Halt es zwischen der Kuppe des Daumens und der Seite des Zeigefingers, sodass nur die Spitze herausschaut, und greif locker statt fest. Anschlagen und Zupfen geht auch mit den Fingern, probier also beides aus und behalt, was sich natürlich anfühlt.

Warum klingen meine Akkorde schlecht oder scheppernd?

Schnarren und abgedämpfte Saiten liegen fast immer an der Fingerhaltung, nicht an der Gitarre. Drück knapp hinter den Bundstab statt auf ihn, komm mit den äußersten Fingerspitzen auf die Saite, damit die Finger die Nachbarsaite nicht berühren und abdämpfen, und drück nur so fest, wie es für einen sauberen Ton nötig ist. Wenn danach immer noch überall etwas schnarrt, braucht die Gitarre vielleicht ein Setup, also die kleine Einstellung in der Werkstatt, die die Saiten tiefer legt und das Spielen leichter macht.

Wie fest muss ich die Saiten drücken?

Nur so fest, dass der Ton sauber klingt, und keinen Deut fester. Zu festes Drücken ermüdet die Hand und kann Töne zu hoch ziehen. Wenn du den Finger knapp hinter den Bundstab setzt statt in die Mitte des Bundes, brauchst du deutlich weniger Kraft.

Warum kann ich mir Akkordgriffe nicht merken?

Das ist völlig normal, und es geht um Koordination, nicht um Gedächtnis: Die Griffe kommen durch Wiederholung, nicht durch Pauken. Lern immer nur zwei Griffe gleichzeitig und üb den Wechsel dazwischen, statt viele auf einmal draufzupacken. Genau das trainiert der Akkordwechsel, und je öfter du einen Wechsel wiederholst, desto eher macht ihn deine Hand von allein.

Wie wechsle ich Akkorde schneller und flüssiger?

Lern jeden Akkord erst für sich sicher, und üb dann den Wechsel selbst: langsam und sauber umgreifen, dabei so wenige Finger wie möglich bewegen und schon zum nächsten Griff vorausschauen. Lass die Schlaghand weiterlaufen, auch wenn du dafür stark verlangsamen musst. Der Akkordwechsel zählt deine sauberen Wechsel pro Minute, du siehst die Zahl also steigen.

Wie lerne ich meinen ersten Song?

Such dir einen Song, der nur zwei oder drei Akkorde nutzt, die du schon kennst, schlag seine Akkorde nach und spiel jeden Griff in der Ansicht Akkorde ab, um ihn zu prüfen. Nimm ein einfaches Schlagmuster dazu, zieh dann das Tempo stark herunter und wiederhol den schwierigen Takt in einer Schleife, bis er flüssig läuft. Tempo kommt zuletzt, wenn die Wechsel sauber sind.

Müssen meine Finger wehtun, und wann hört das auf?

Wunde Fingerkuppen sind in den ersten Wochen normal, solange die Haut zu Hornhaut wird. Üb deshalb lieber kurz und häufig als lang und zäh. Empfindliche Kuppen sind in Ordnung, Schmerzen in den Gelenken, im Handgelenk oder im Daumen dagegen nicht: Meist heißt das, dass Technik oder Gitarre angepasst werden müssen. Leichtere Saiten helfen, und ebenso, die Saiten in der Werkstatt etwas tiefer legen zu lassen (das nennt sich Saitenlage).

Ist es als Erwachsener zu spät, Gitarre zu lernen?

Nein. Erwachsene lernen in jedem Alter sehr erfolgreich Gitarre, und die Vorstellung, man müsse als Kind anfangen, ist ein Mythos. Erwachsene bringen sogar Konzentration, Geduld und die Fähigkeit mit, gezielt zu üben. Die echten Grenzen sind Zeit und ein freundlicher Umgang mit sich selbst, nicht das Alter.

Die Gitarre stimmen

Was ist die Standardstimmung der Gitarre (EADGHE)?

In der Standardstimmung klingen die Saiten von der tiefsten und dicksten bis zur höchsten und dünnsten E, A, D, G, H, E. Fast jede Anfängerstunde und jeder Akkordgriff setzt sie voraus, sie ist also die Stimmung, mit der man anfängt. Fretwork ist auf die Standardstimmung eingestellt, ändern kannst du sie in den Einstellungen.

Wie stimme ich meine Gitarre?

Öffne das Stimmgerät, erlaub den Zugriff auf das Mikrofon und spiel eine Saite nach der anderen kräftig an, lass sie ausklingen und dämpf die übrigen ab. Das Stimmgerät zeigt die Note und ob sie zu tief oder zu hoch liegt: Zum Höherstimmen die Mechanik anziehen, zum Tieferstimmen lockern, und stimm immer von unten an die Note heran, das hält besser. Stimm alle sechs Saiten und geh sie dann noch einmal durch, denn jede Saite zieht beim Stimmen die anderen mit.

Warum verstimmt sich meine Gitarre ständig?

Ganz neue Saiten dehnen sich in den ersten ein bis zwei Wochen und rutschen dabei immer wieder zu tief, bis sie sich gesetzt haben. Wenn du sie vorsichtig mit der Hand dehnst und nachstimmst, geht das schneller. Auch starke Temperaturwechsel und Mechaniken, die von oben statt von unten an die Tonhöhe gestimmt wurden, führen zum Rutschen. Wenn alte, stumpfe Saiten dauernd nachgestimmt werden wollen, ist es Zeit für neue.

Wann sollte ich die Saiten wechseln?

Saiten werden mit der Zeit stumpf, dunkler in der Farbe und schwerer stimmbar, und die meisten Spielenden wechseln sie alle paar Monate, bei viel Spielzeit früher. Frische Saiten klingen hörbar heller und halten die Stimmung besser. Wenn deine schmierig aussehen oder leblos klingen, ist es wahrscheinlich so weit.

Was sind alternative Stimmungen wie Drop D?

Eine alternative Stimmung verändert eine oder mehrere Saiten gegenüber der Standardstimmung, damit bestimmte Klänge oder Griffe leichter werden. Drop D senkt nur die tiefe E-Saite auf D und bringt damit einen schwereren Bassbereich und Powerchords mit einem Finger. Fretwork unterstützt Drop-, offene und weitere Stimmungen und zeichnet jeden Griff passend neu.

Nutzt das Stimmgerät mein Mikrofon, und bleibt das privat?

Das Stimmgerät nutzt dein Mikrofon nur, solange es geöffnet ist, und der Klang wird auf deinem Gerät ausgewertet: Nichts wird aufgezeichnet, gespeichert oder hochgeladen. Sobald du das Stimmgerät schließt, wird das Mikrofon wieder freigegeben. Wenn es deine Gitarre nicht hört, gib die Freigabe für das Mikrofon, verringer Nebengeräusche und spiel näher am Gerät.

Akkorddiagramme, Tabulatur und das Griffbrett lesen

Wie lese ich ein Akkorddiagramm?

Ein Akkorddiagramm, auch Griffbild genannt, ist ein Bild des aufrecht gestellten Halses, so wie er dir zugewandt ist: Die senkrechten Linien sind die sechs Saiten mit der tiefen E-Saite links, die waagerechten Linien sind die Bünde, und jeder Punkt zeigt, wo ein Finger hingehört. Die Zeichen über dem Diagramm, X oder O, sagen dir, welche Saiten du auslässt und welche du leer anschlägst, und Zahlen sagen dir, welchen Finger du nehmen sollst.

Was bedeuten die Zeichen X und O im Akkorddiagramm?

Über dem Akkord heißt O, dass du diese Saite leer anschlägst, ohne Finger, und X, dass du sie nicht spielst oder abdämpfst. Ein X über der tiefen E-Saite eines C-Akkords sagt dir also, dass du diese Saite nicht mit anschlägst. Fretwork zeigt beides in jedem Akkorddiagramm.

Was bedeuten die Zahlen im Akkorddiagramm? Sind das Bünde?

Es sind Finger, keine Bünde. 1 ist der Zeigefinger, 2 der Mittelfinger, 3 der Ringfinger und 4 der kleine Finger, und eine Zahl an einem Punkt heißt, dass du diesen Ton mit diesem Finger greifst. Die Lage des Punktes zeigt den Bund ja schon, die Zahl sagt also nur, welcher Finger dran ist.

Wie heißen die Saiten der Gitarre, und welche ist die erste?

Von der dicksten und tiefsten bis zur dünnsten und höchsten heißen die Saiten E, A, D, G, H, E, was sich mit dem Merksatz Eine Alte Dame Ging Heringe Essen einprägen lässt (von dick nach dünn gelesen). Verwirrend ist, dass die Saitennummern andersherum laufen: Die dünne hohe E-Saite ist die 1. Saite, die dicke tiefe E-Saite die 6. Hoch und tief meinen die Tonhöhe, nicht die Lage der Saite.

Wie lese ich Gitarrentabulatur?

Tabulatur besteht aus sechs Linien für die sechs Saiten, aber die oberste Linie ist die hohe E-Saite und die unterste die tiefe, also genau andersherum als im Akkorddiagramm. Eine Zahl auf einer Linie ist der Bund, den du greifst, und 0 heißt, die Saite leer anzuschlagen. Gelesen wird von links nach rechts, Zahlen, die übereinanderstehen, werden zusammen gespielt, und schlichte Tabulatur zeigt die Töne, aber nicht den Rhythmus.

Wie ist das Griffbrett aufgebaut?

Jeder Bund hebt die Tonhöhe um einen Halbton, ein Bund weiter gibt dir also den nächsten Halbton. Derselbe Ton liegt an mehreren Stellen über die Saiten verteilt, und genau das macht den Hals am Anfang so unübersichtlich. Die Punkte am 3., 5., 7. und 9. Bund und die zwei Punkte am 12. sind nur Positionsmarken und sitzen bei den meisten Gitarren an denselben Stellen.

Akkorde und Harmonie

Kann ich spielen, wenn ich nicht alle vier Finger benutzen kann?

Ja. Viele Menschen spielen mit weniger Fingern, kleinerer Spannweite oder Gelenken, die sich nicht weit beugen lassen. Im Handprofil in den Einstellungen sagst du, welche Finger du benutzen kannst, wie weit sie reichen und welche Saiten du greifen kannst, und Fretwork bietet dann nur Griffe an, die du auch halten kannst. Wenn ein Griff dafür einen Ton weglässt, sagt Fretwork das.

Was ist ein Akkord?

Ein Akkord sind zwei oder mehr Töne, die zusammen klingen, wobei die meisten Akkorde Dreiklänge sind, gebaut aus drei Tönen: Grundton, Terz und Quinte. Die Terz ist der Ton, der einen Akkord nach Dur oder Moll klingen lässt. In der Ansicht Akkorde siehst du die Töne jedes Akkords auf dem Griffbrett und hörst ihn dir an.

Was macht einen Akkord zu Dur oder Moll?

Die Terz des Akkords ist der Schalter. Eine große Terz (vier Bünde, also vier Halbtöne, über dem Grundton) ergibt den hellen, offenen Klang, den wir Dur nennen, eine kleine Terz (drei Bünde) den dunkleren Klang, den wir Moll nennen. Alles andere im Akkord kann gleich bleiben, es ist also wirklich ein einziger Ton, der die Stimmung dreht.

Was ist der Unterschied zwischen offenen Akkorden und Barrégriffen?

Offene Akkorde werden unten am Sattel in den ersten Bünden gegriffen und nutzen einige leere, ungegriffene Saiten, wodurch sie leicht klingen und sich für Anfänger eignen. Bei Barrégriffen liegt ein Finger flach über mehreren Saiten, es bleibt also nichts leer, und dadurch lässt sich ein einziger Griff überall auf dem Griffbrett verschieben. Lern zuerst die offenen Akkorde, Barrégriffe kommen dran, wenn die Hand kräftiger geworden ist.

Was ist ein Barrégriff, und warum ist er so schwer?

Bei einem Barrégriff liegt ein Finger, meist der Zeigefinger, flach über mehreren Saiten in einem Bund. Er wirkt damit wie ein verschiebbarer Kapodaster, und der Griff funktioniert überall auf dem Griffbrett. Schwer fühlt er sich am Anfang an, weil er gleichmäßigen Druck und Ausdauer braucht, nicht rohe Kraft. Es hilft, den Finger knapp hinter den Bundstab zu setzen, ihn leicht auf seine harte Außenkante zu rollen und den Daumen tief hinter dem Hals zu lassen.

Was ist ein Powerchord?

Ein Powerchord besteht aus nur zwei Tönen, dem Grundton und der Quinte (oft mit der Oktave obendrauf), und hat keine Terz. Er ist damit weder Dur noch Moll und passt über fast alles. Dieser neutrale, satte Klang, besonders mit Verzerrung, ist der Grund, warum Powerchords in Rock und Punk überall vorkommen. Weil keine Terz zu setzen ist, gehören sie zu den einfachsten Griffen überhaupt.

Was ist eine Akkordfolge?

Eine Akkordfolge ist eine Reihe von Akkorden in fester Reihenfolge und bildet das harmonische Rückgrat eines Songs. Sehr verbreitet ist I, V, vi, IV, in G-Dur also G, D, E-Moll, C, und diese Folge taucht in unzähligen Popsongs auf. Die Ansicht Akkordfolgen zeigt beliebte Folgen in jeder Tonart samt den Griffen dazu.

Was bedeuten die römischen Ziffern I, IV und V in einer Akkordfolge?

Die römischen Ziffern nummerieren die Akkorde, die auf den einzelnen Stufen der Tonleiter einer Tonart stehen, in C-Dur ist I also C, IV ist F und V ist G. Große Ziffern stehen für Dur-Akkorde, kleine (wie vi) für Moll-Akkorde. Weil die Akkorde so nummeriert werden, lässt sich dieselbe Folge auf einen Schlag für jede Tonart beschreiben.

Was ist ein Kapodaster und was macht er?

Ein Kapodaster ist eine Klemme, die alle Saiten in einem Bund abgreift und wie ein verschiebbarer Sattel wirkt, sodass die ganze Gitarre höher klingt. Du greifst weiter dieselben einfachen Formen, sie erklingen aber in einer höheren Tonart, was praktisch ist, um eine Singstimme zu treffen. Ein Kapodaster kann die Tonart nur anheben, nie senken, und ihn zu benutzen ist ein normales Hilfsmittel, kein Schummeln.

Rhythmus, Timing und das Metronom

Was ist eine Taktart?

Eine Taktart sind die zwei übereinanderstehenden Zahlen am Anfang eines Stücks, die die Zählzeiten gruppieren. Die obere Zahl sagt, wie viele Zählzeiten in einen Takt gehören, die untere, welcher Notenwert eine Zählzeit bekommt (eine 4 steht für die Viertelnote). Es ist kein Bruch, sondern legt das Gefühl fest, bevor ein einziger Ton erklungen ist.

Was bedeutet der 4/4-Takt?

4/4 heißt vier Zählzeiten in jedem Takt, jede davon eine Viertelnote, gezählt als eins, zwei, drei, vier. Es ist mit Abstand die häufigste Taktart in Pop, Rock und Folk, weshalb sie im Notenbild oft nur als C abgekürzt wird. Die meisten Songs, die du zuerst lernst, stehen im 4/4.

Was ist Tempo, und was heißt BPM?

Tempo ist, wie schnell die Musik läuft, und BPM steht für beats per minute, also Schläge pro Minute. 60 BPM ist ein Schlag pro Sekunde, 120 BPM ist doppelt so schnell. Mit dem Metronom in Fretwork stellst du jedes Tempo ein, zu dem du üben willst.

Was sind Notenwerte wie Viertel und Achtel?

Notenwerte sagen, wie lange ein Ton im Verhältnis zur Zählzeit dauert. Im 4/4 dauert eine ganze Note vier Zählzeiten, eine halbe zwei, eine Viertel eine und eine Achtel eine halbe, es passen also zwei Achtel auf eine Zählzeit. Laut mitzuzählen, etwa eins-und-zwei-und, ist der schnellste Weg, sie zu spüren.

Wie übe ich mit dem Metronom, und mit welchem Tempo fange ich an?

Stell das Metronom so langsam, dass du die Stelle fehlerfrei spielen kannst, oft also deutlich unter dem Tempo, das du anpeilst, und leg dann jeden Ton genau auf den Klick. Erhöh das Tempo erst um ein paar Schläge pro Minute, wenn es sauber und locker läuft. Echtes Tempo entsteht durch langsame, genaue Wiederholung, nicht durch Hetzen.

Wie lese ich ein Schlagmuster?

Ein Schlagmuster steht als Pfeile unter der Zählung, nach unten für einen Abschlag und nach oben für einen Aufschlag, etwa ↓ ↓↑ ↑↓↑, und es wiederholt sich, während die Akkorde darüber wechseln. Das Wichtigste, das die meisten Anleitungen auslassen: Die Schlaghand bewegt sich die ganze Zeit gleichmäßig auf und ab, und auf den Zählzeiten, die du nicht spielst, verfehlst du die Saiten einfach. Das Schlagmuster-Training zeigt dir genau das im Takt.

Tonleitern, Tonarten und Intervalle

Was ist eine Tonleiter?

Eine Tonleiter ist eine geordnete Reihe von Tönen, die zusammengehören und die Palette für Melodien und Soli in einer Tonart bilden. Sie wird Ton für Ton gespielt, und genau das unterscheidet sie vom Akkord. Die Dur-Tonleiter und die Moll-Pentatonik sind die beiden nützlichsten für den Anfang, und die Ansicht Tonleitern lässt jeden Ton über das ganze Griffbrett aufleuchten.

Was ist die Dur-Tonleiter?

Die Dur-Tonleiter ist die vertraute siebentönige Do-Re-Mi-Leiter, gebaut nach dem Schrittmuster Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton ab ihrem Startton. Sie ist der Maßstab, an dem jede andere Tonleiter und jedes Intervall gemessen wird. Lern ein einziges verschiebbares Muster, und du kannst sie in jeder Tonart spielen, indem du auf einem anderen Grundton beginnst.

Was ist die Pentatonik?

Die Pentatonik hat fünf Töne statt sieben. Es fallen die beiden Töne weg, die am ehesten mit dem Rest reiben, und deshalb klingt sie nachsichtig und ist die erste Wahl für die ersten Soli. Die Moll-Pentatonik ist die klassische Rock- und Blues-Form. Es ist nicht so, dass jeder Ton passt, sondern so, dass weniger Töne aneinandergeraten können.

Was ist eine Tonart, und wie unterscheidet sie sich von einer Tonleiter?

Eine Tonleiter ist nur eine geordnete Reihe von Tönen, eine Tonart ordnet dieselben Töne um einen Zentralton herum, die Tonika, zu der die Musik immer wieder zurückkehrt. C-Dur als Tonleiter sind also die Töne, und die Tonart C-Dur ist ein Stück, das C als Zuhause behandelt und seine Akkorde aus dieser Familie nimmt. Wenn du die Tonart kennst, weißt du, welche Tonleiter passt und welche Akkorde wahrscheinlich vorkommen.

Was ist ein Intervall in der Musik?

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen in der Tonhöhe. Auf der Gitarre ist er gut zu sehen: Ein Bund ist ein Halbton, zwei Bünde sind ein Ganzton, und größere Abstände tragen Namen wie große Terz (vier Bünde) oder reine Quinte (sieben Bünde). Intervalle sind die Bausteine jeder Tonleiter und jedes Akkords, und die Ansicht Intervalle spielt dir jedes davon von jedem Grundton aus vor.

Was ist der Unterschied zwischen Ganzton und Halbton?

Ein Halbton ist der kleinste Abstand in der westlichen Musik: ein Bund auf der Gitarre. Ein Ganzton sind zwei Halbtöne, also zwei Bünde. Tonleitern sind nichts anderes als bestimmte Muster aus Ganz- und Halbtönen, und deshalb funktioniert dieselbe Form von jedem beliebigen Startton aus.

Was ist eine Oktave?

Eine Oktave ist der Abstand von einem Ton zum nächsten Ton mit demselben Namen, nach oben oder nach unten, zum Beispiel von einem E zum nächsten E. Sie umfasst zwölf Halbtöne, also zwölf Bünde auf einer Saite. Töne im Oktavabstand klingen wie derselbe Ton in einer höheren oder tieferen Stimmlage.

Was sind Kreuze und Bes?

Kreuze und Bes bezeichnen die Tonhöhen einen Halbton (einen Bund) über oder unter einem Stammton: Ein Kreuz hebt ihn an, ein B senkt ihn ab. Zwischen den meisten Stammtönen liegt ein solcher Ton, aber H zu C und E zu F sind schon von sich aus nur einen Halbton auseinander, dazwischen liegt also kein Bund. Dieselbe Tonhöhe kann zwei Namen tragen, F♯ und G♭ sind also derselbe Bund.

Was ist ein Arpeggio, und wie unterscheidet es sich von einem Akkord?

Ein Arpeggio sind die Töne eines Akkords, nacheinander gespielt statt alle zusammen, weshalb es auch gebrochener Akkord heißt. Ein Akkord ist also der Stapel aus Tönen, ein Arpeggio dieselben Töne in einer Linie, und eine Tonleiter ein Durchlauf durch alle Töne der Tonart. Arpeggien tauchen in Riffs, im Fingerpicking und in Soli auf, und die Ansicht Arpeggien spielt sie über das ganze Griffbrett ab.

Üben und Fortschritt

Wie lange sollte ich jeden Tag Gitarre üben?

Kurz und regelmäßig schlägt lang und selten: Fünfzehn bis zwanzig konzentrierte Minuten an den meisten Tagen bringen dich weiter als eine lange Einheit pro Woche. Wenig und oft baut beides auf, die Gewohnheit und die Koordination, und ein Ruhetag ist völlig in Ordnung. Fretwork zählt deine Tage in Folge, damit du dranbleibst.

Wie lange dauert es, Gitarre zu lernen?

Denk in Etappen, nicht in einer einzigen Zahl. Die meisten spielen nach ein paar Wochen regelmäßigen Übens einen einfachen Song mit zwei oder drei Akkorden, begleiten nach drei bis sechs Monaten bequem gängige Songs und fühlen sich nach sechs bis zwölf Monaten wirklich zu Hause auf dem Instrument. Der Fortschritt hängt weit mehr an regelmäßigem, konzentriertem Üben als an Talent.

Ich will hinschmeißen. Ist das normal?

Sehr. Fast alle erleben Wochen, in denen sich nichts zu verbessern scheint, oft Plateau genannt, und meist heißt das eher, dass ein Sprung bevorsteht, als dass du gescheitert bist. Wenn es dich erwischt, spiel einen Song, den du schon kannst, um zu spüren, wie weit du gekommen bist, nimm das Tempo heraus oder mach einen Tag Pause. Kurze, regelmäßige Einheiten und ein bisschen Geduld gewinnen am Ende.

Woran merke ich, dass ich besser werde?

Fortschritt an der Gitarre kommt schleichend, achte also auf die leisen Zeichen: weniger schnarrende Töne, schnelleres Auffangen nach einem Patzer, sauberere Akkorde im langsamen Tempo, Wechsel, für die du nicht mehr auf deine Hand schauen musst, und Songs, die du aus dem Gedächtnis abrufen kannst. Serie, Punkte und Quiz-Ergebnisse in Fretwork geben dir konkrete Zahlen, die du mit der Zeit steigen siehst.

Wie merke ich mir die Töne auf dem Griffbrett?

Lern zuerst die Töne auf der tiefen E- und der A-Saite, denn sie sind der Anker für die meisten Akkorde und Barrégriffe, und finde dieselben Töne dann über Oktavformen an anderen Stellen. Kurze tägliche Einheiten wirken weit besser als einmaliges Pauken. Das Griffbrett-Quiz macht daraus ein Spiel, damit dir die Namen von allein einfallen.

Muss ich Musiktheorie lernen, um Gitarre zu spielen?

Für den Anfang nicht. Mit Akkorddiagrammen und Tabulatur spielst du sofort echte Songs, und Theorie nimmst du nach und nach auf, sobald dich interessiert, warum etwas funktioniert. Ein bisschen Theorie beschleunigt den Fortschritt später schon, aber sie ist nie eine Hürde, die du vorher nehmen müsstest.

Die Werkzeuge von Fretwork nutzen

Was ist der einfache Modus?

Der einfache Modus reduziert Fretwork auf den Kern, damit Anfänger nicht zu früh vor fortgeschrittenen Optionen stehen. Er blendet die spezielleren Tonleitern, Akkorde und Regler aus und lässt einen übersichtlichen Satz zum Lernen übrig. Du kannst ihn jederzeit abschalten, wenn du in die App hineinwächst.

Was ist Gehörbildung, und warum sollte ich sie nutzen?

Bei der Gehörbildung erklingt ein Intervall oder ein Akkord, und du sollst allein durch Hören sagen, welches es war. Das trainiert dein Ohr darauf, wie Töne zueinander klingen, und genau darauf beruhen das Spielen nach Gehör und das Improvisieren. Ein paar Minuten am Tag zahlen sich innerhalb von Wochen aus, und du baust Serien auf und sammelst Abzeichen, während dein Gehör schärfer wird. Wenn du Dur und Moll noch nicht auseinanderhalten kannst, ist das normal und genau das, was hier trainiert wird.

Was ist das Griffbrett-Quiz?

Das Griffbrett-Quiz lässt dich einen benannten Ton oder eine nummerierte Stufe aus einer Tonleiter auf dem Hals finden und macht aus dem Auswendiglernen des Griffbretts ein schnelles Spiel. Es ist der schnellste Weg, um mit dem Suchen aufzuhören und einfach zu wissen, wo die Töne liegen. Deine Trefferquote wird angezeigt, du siehst sie also besser werden.

Wie speichere ich Akkorde und Tonleitern, die ich behalten will?

Tipp bei einem Akkord, einer Tonleiter, einem Arpeggio oder einer Akkordfolge auf den Stern, um sie in deine Sammlung zu legen, eine persönliche Ablage, zu der du jederzeit zurückkommen kannst. Die Sammlung hält alles an einem Ort zum schnellen Nachschlagen bereit, und mit einem kostenlosen Konto wird sie über deine Geräte synchronisiert.

Was bringt es, etwas als gekonnt zu markieren?

Mit der Glühbirne markierst du eine Tonleiter, einen Akkord oder ein Arpeggio als etwas, das du schon kannst. Aus dem, was du kannst, baut Fretwork eine Übungsroutine, die diese Sachen wieder aufgreift und eine neue dazulegt, die dich fordert, damit das Üben bei dem bleibt, was dir wirklich nützt.

Wie funktionieren Punkte, Level und Abzeichen?

Punkte bekommst du fürs Üben: für gespielte Minuten, richtige Antworten in der Gehörbildung, Akkordwechsel und das Erreichen von Abzeichenstufen. Punkte heben dein Level, und Abzeichen belohnen Meilensteine wie Serien in der Gehörbildung und tägliche Gewohnheiten. Das ist da, um regelmäßiges Üben lohnend zu machen, nicht um im Weg zu stehen.

Wie Fretwork funktioniert: Speichern, Konten und Geräte

Wo liegt das, was ich gespeichert habe?

Standardmäßig liegt alles, was du speicherst (Sammlung, Einstellungen und Fortschritt), im Browser auf dem Gerät, das du gerade nutzt, und bleibt damit privat. Es wird nichts irgendwohin geschickt, solange du kein Konto zum Synchronisieren erstellst. Es liegt nur in diesem einen Browser, und genau dafür gibt es das freiwillige Konto.

Verliere ich meine gespeicherten Griffe, wenn ich Browser oder Cache leere?

Wenn du die Daten dieser Seite oder den Speicher deines Browsers löschst, ist alles weg, was nur auf deinem Gerät lag, denn es steckt im lokalen Speicher. Schützen kannst du es mit einem kostenlosen Konto: Sammlung und Fortschritt werden dann mit deinem Konto synchronisiert und sind wieder da, sobald du dich auf irgendeinem Gerät anmeldest.

Warum sollte ich ein Konto erstellen?

Mit einem Konto folgen dir gespeicherte Griffe und Fortschritt über alle Geräte, du kannst also am Laptop anfangen und am Handy weitermachen, und beides bleibt erhalten, wenn du deinen Browser leerst. Es ist kostenlos und in Sekunden eingerichtet. Ohne Konto funktioniert weiterhin alles, es bleibt dann nur auf deinem Gerät.

Kann ich Fretwork offline nutzen?

Ja. Fretwork ist eine Progressive Web App, es funktioniert nach dem ersten Laden also auch ohne Verbindung weiter, praktisch zum Üben an jedem Ort. Leg es auf den Startbildschirm, dann öffnet es sich wie eine normale App, und auch das Gespeicherte ist offline verfügbar.

Ist Fretwork eine App oder eine Website? Was ist eine Progressive Web App?

Fretwork ist eine Website, die sich installieren lässt und sich wie eine App verhält, und genau das meint Progressive Web App: ein Symbol auf dem Startbildschirm, eine Vollbildansicht und Offline-Nutzung, ohne App Store und ohne großen Download. Du hast immer die neueste Version, weil sie sich selbst aus dem Web aktualisiert.

Wie installiere ich Fretwork auf dem Startbildschirm meines Handys?

Auf iPhone und iPad öffnest du Fretwork in Safari, tippst auf Teilen und dann auf Zum Home-Bildschirm. Auf Android öffnest du es in Chrome und wählst im Menü App installieren oder Zum Startbildschirm hinzufügen. Am Laptop nutzt du das Installationssymbol in der Adressleiste des Browsers. Danach öffnet es sich im Vollbild wie eine installierte App.

Funktioniert Fretwork auf iPhone, Android, Tablets und Laptops?

Ja. Fretwork läuft in jedem modernen Browser und passt sich dem Bildschirm an, es funktioniert also auf iPhones und Android-Handys, auf Tablets, Laptops und Desktop-Rechnern. Melde dich an, und Instrument, Stimmung und Gespeichertes bleiben auf allen Geräten gleich. Aus einem App Store ist nichts herunterzuladen.

Sind meine Daten privat, und welche Analyse-Werkzeuge werden genutzt?

Für die Nutzung von Fretwork braucht es weder ein Konto noch persönliche Daten, und das Mikrofonsignal des Stimmgeräts verlässt dein Gerät nie. Anonyme Nutzungsstatistiken (Google Analytics, Vercel Analytics und Amplitude) helfen dabei, die App zu verbessern, eine Sitzungsaufzeichnung gibt es nicht. Rückmeldungen, die du schickst, werden gespeichert, damit sie bearbeitet werden können.